Jan Krawetzke Jan Krawetzke

Jan Krawetzke - wer ist das überhaupt?

Jan Krawetzke - wer ist das überhaupt?

Ein kleiner Einblick in meine Geschichte, meinen Weg zur Natur- und Wildlife-Fotografie und das, was mich heute antreibt. Wie aus der Begeisterung für die Natur eine Leidenschaft entstand und warum ich mit meinen Bildern besondere Momente festhalten und die Schönheit unserer heimischen Tierwelt sichtbar machen möchte.

Hallo liebe Leser,

mein Name ist Jan Krawetzke, ich bin heute fast 34 Jahre alte und wohne im schönen Städtchen Bad Schussenried in Oberschwaben.

Im Jahre 1992 bin ich in Querfurt geboren und bin die nächsten fast 33 Jahre in Sachsen-Anhalt aufgewachsen und erwachsen geworden. Schon in meiner Kindheit habe ich immer wieder Berührungspunkte mit der Natur gehabt.

Mein Vater Michael hat mich regelmäßig mit raus in die Natur genommen. Er ist seit seiner Kindheit ein absoluter Tier- und Pflanzenfreund und begeistert sich seither. Diese Begeisterung hat er, auf unzähligen Streifzügen durch die heimischen Wälder und über die Wiesen an der Unstrut, auf mich übertragen.

So einfach war es dann aber doch nicht. *zwinker*
Ich wurde jugendlich und meine Interessen waren auf einmal ganz andere, die erste Freundin, mit den Kumpels Fußball spielen und später Party machen. All das erschien mir damals wichtiger und das hatte sicher seine Berechtigung.
Ich sage gern "Alles hat seine Zeit" - und so ist es auch.

In meinen Zwanzigern, kam es dann Stück für Stück wieder. Ich habe meinen Papa wieder begleitet und durfte unendlich viel lernen - hinzu kam, dass ich mir, wie mein Vater, eine Kamera zugelegt habe. Damit begann das Hobby, dass mich seit nunmehr ca. 10 Jahren begleitet. Mal mehr, mal weniger - aber immer wieder.

Die Wildlifefotografie oder auch Wildtierfotografie ist für mich ein absoluter Ausgleich und spült jegliche Gedanken aus meinem Kopf. Draußen in der Natur zu sein, macht mich frei und ich habe das Gefühl auch noch gesund. Es sind so viele unbeschreibliche Momente, sodass man sie erleben muss - es ist nicht gänzlich nachvollziehbar, wenn man es nicht erlebt hat.

Die größten Momente sind für mich, wenn ich eins mit meiner Umwelt werde und einfach ein Teil der Natur sein kann - wenn die Tiere mir bis auf wenige Meter nahe kommen ohne mich als Störung wahrzunehmen. Das ist grandios.

2024 habe ich dann bei einem Workshop mit meinem Vertriebsteam in Berlin eine Frau kennengelernt. Wider erwarten kommt sie jedoch nicht aus Berlin sondern aus Oberschwaben. Gut 500 km von zu Hause entfernt. Wir mochten uns sofort und so waren wir bereit die Hürden einer Fernbeziehung auf uns zu nehmen. Diese Phase haben wir gemeistert und hinter uns gebracht - in 2025 bin ich dann zu ihr gezogen. Somit war ich auf einmal nach über 30 Jahren nicht mehr in meinem Safespace, in dem ich mich auskenne und in dem ich mir von meinem Papa alles zeigen lassen kann.

Ab jetzt gilt es sich neu zu vernetzen, wieder zu entdecken und etwas eigenes aufzubauen.
Ich freue mich wahnsinnig auf alles was da auf mich zu kommt und was sich von nun an entwickelt.

Im ersten Schritt möchte diese Zeilen nutzen um Danke zu sagen.

Danke an meinen Vater, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass ich dieser naturverbundene Mensch bin und dieses Interesse hege und natürlich für seine Ratschläge und dass er sein enormes Wissen mit mir teilt.
Danke an meine Mama, die mich immer unterstützt und ein offenes Ohr hat.

Danke an Natalie, für deine Unterstützung, deine lieben Worte, wenn ich mal ins Zweifeln komme und dein warmes und herzliches Wesen. <3

Bis bald - euer Jan

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Jan Krawetzke Jan Krawetzke

Meine ersten Dachse

Der Weg zu meinen ersten Dachsfotos war geprägt von Geduld, vielen Stunden in der Natur und der Suche nach den richtigen Spuren. Von den ersten Hinweisen auf einen bewohnten Bau bis zu dem Moment, in dem sich schließlich ein Dachs vor meiner Kamera zeigte – eine Begegnung, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Hey, willkommen zurück zu meinem zweiten Blogeintrag. 
Dieses Mal soll es darum gehen, wie ich meine ersten Dachsbilder machen konnte. Besonders war, dass es sogar meine erste Begegnung mit Dachsen war. 

Begonnen hat alles im Februar während der Fuchsbausuche. Dass in diesem Jahr Füchse keine große Rolle spielen sollten war mir damals noch gar nicht bewusst.

Ich war also unterwegs und habe am Waldrand einige Löcher mit Kot gefunden. Ganz eindeutig ein sogenanntes Dachsklo. Spannend zu sehen wie die Tiere ihre Umgebung sauber halten indem Sie sich eine Stelle suchen und im Umkreis immer wieder ihr Geschäft verrichten. 

Nun wusste ich also, dass ich nah dran bin. Nach ca. 10 Minuten suche habe ich den Dachsbau gefunden und eine Wildkamera installiert. Wichtig dabei war mir, dass ich nicht zu nah an die Eingänge gehe, geschweige den "auf" den Bau gehe. 

Dachse sind vielleicht nicht ganz so empfindlich wie Füchse - dennoch sollte man sie nicht strapazieren und Ihnen entsprechend Respekt gegenüber bringen. Das erste Video, welches mir dann einen Dachs im Tageslicht gezeigt hat seht ihr im Folgenden. 

20:25 Uhr - eine recht passable Zeit um fotografieren zu gehen - schließlich ist die Zeit in den kommenden Wochen auf meiner Seite und die Tage werden immer länger.

Die nächsten Tage habe ich mich also wieder fern gehalten und den Bau in Ruhe gelassen. Hierbei ist vielleicht wichtig zu sagen, dass ich nur alle 4-7 Tage in der Nähe war um die Wildkamera per WLAN auszulesen und mir einige Aufnahmen zu sichern. 

Am 06.05. dann die Überraschung - Aufnahmen von jungen Dachsen. Im Bau leben also 3 ausgewachsene und 3 kleine Dachse. 

Ich war überglücklich und begeistert über diesen Fund. Jetzt war für mich klar, ich möchte versuchen diese Konstellation auf Bildern zu verewigen. Die Planung war bereits in meinem Kopf erledigt, als ich den Bau zum ersten Mal gesehen habe. Ca. 10 Meter vom Feld entfernt im Wald. Neben dem Feld eine Wand aus Brennnesseln, die eine perfekte natürliche Tarnung bieten. Dies und ein Tarnnetz könnten mich also unsichtbar werden lassen. Perfekt. 

Nun war es endlich soweit. Akkus geladen, Speicherkarte leer, Tarnkleidung angezogen. In mir macht sich eine gewissen Aufregung breit, ob es nun endlich soweit sein wird.  Ich hänge das Tarnnetz auf, lege meinen Bohnensack bereit und die Kamera auf. Nun heißt es warten. Ich war seit ca. 18:00 Uhr im Versteck. Um ca. 20:10 dann die erste Bewegung. Ein ausgewachsener Dachs, der wohl bemerkt hat, dass hier draußen etwas anders ist als noch heute Morgen. Ich war gespannt, akzeptiert er mich und lässt die anderen auch raus oder dreht er um und der Tag ist erledigt. 

Natürlich gibt es wie in jeder guten Geschichte auch hier ein Happy End. Hinter ihm tummelte es sich und gesamt 6 Dachse waren um den Bau unterwegs. 

Es ist wirklich toll anzusehen, wie sich Dachse verhalten. Man sieht wie stark das Familienbündnis ist und wie liebevoll miteinander umgegangen wird. Am schönsten sind natürlich die spielenden Jungtiere. Man kann es kaum beschreiben. 

Wie gut der Wind stand und die Tarnung funktioniert hat, habe ich erlebt, als einer der Dachse bis auf ca. einen Meter an mich ran gekommen ist. Ein atemberaubendes Erlebnis und der Weg für viele weitere tolle Fotos ist damit geebnet. 

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

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